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Leine Zeitung 18. Juli 2007

"Figuren entführen in die Drachenwelt"
Das Traumtanztheater von Gaby Marschall-Grundke feiert heute mit dem kleinen Fest in Herrenhausen Jubiläum

VON CAROLA FABER

Echidna, Tiamat, Skylla, und Unnsaa heißen die neuen Figuren von Gaby Marschall-Grundke. Sie stellen fantasievolle Wesen aus der Mythologie der Drachenwelt, die Drachentöchter, dar. Ein Jahr hat die Garbsener Künstlerin und Leiterin des TraumTanzTheaters an den neuen Kostümen gearbeitet. Zum ersten Mal hat sie gemeinsam mit ihrer Tochter Luisa Marschall die Kostüme kreiert, genäht und geklebt.
Ihre Premiere haben die Figuren als Walk-Act beim Kleinen Fest im großen Garten in Herrenhausen. An 15 Abenden treten die Drachentöchter jeweils viermal vor insgesamt 30 000 Zuschauern auf. Heute wird dabei gefeiert: Das Kleine Fest beginnt zum 200. Mal, und immer war Marschall-Grundke mit ihren Figuren mit dabei. "Das sieht
ja toll aus", "Zauberhaft", und "Unglaublich" lauten die spontanen Reaktionen der entzückten Gäste auf die bunten Wesen.
"Hier gibt es kein Gut oder Böse", sagt die Schöpferin der Kostüme, "im Drachenwesen ist beides enthalten". Durch die Mutation von Mensch und Tier sollen die Urkräfte wieder entdeckt werden. Während Echidna ein griechisches Unterwelt-Ungeheuer darstellt, ist Tiamat der Name der Urmutter des Alls. Tiamat ist ein urzeitliches, drachenartiges Chaosungeheuer, das vom Gott Marduk besiegt wird und aus dessen zwei Hälften er Himmel und Erde bildet. Über Skylla gibt es verschiedene Sagen. So soll sie einst ein schönes Mädchen, Tochter des Flusses Krataiis, gewesen sein. Unnsaa ist der Titel für einen großen, aber liebevollen Drachen.
Jeder Betrachter entscheide selbst, ob er die Wesen als schön oder beängstigend empfindet, empfiehlt ihre Erfinderin.